Einzelausstellungen
- 2026 Flora & Fleurs / Stadttheater Fürth
- 2025 doppelplusgrün / Vischers Kulturladen Nürnberg
- 2024 SG bei GS / Gudrun Sjöden concept store / Nürnberg
- 2024 Grün im Schloss / Zeltnerschloss, Nürnberg
- 2024 Grün sieht Grau / Rathaus Schwarzenbruck
- 2024 À propos Botanique / Kunst-Haus Kammerer, Erlangen
- 2008 Debütantenausstellung / Kunsthaus Nürnberg
- 1996 Gelbe Schritte / Theater Fletch Bizzel, Dortmund
- 1992 Komm mit großen Augen / KOMM-Ausstellungswerkstatt, Nürnberg
Gemeinschaftsausstellungen (Auswahl)
- 2026 Perspektivwechsel / Kulturnetzwerk Schwarzenbruck / Rathaus Schwarzenbruck
- 2025 Finale / Künstlerbund Schwabach e. V. / Städtische Galerie Schwabach
- 2025 1000 Jahre Schwarzenbruck 2.0 / Petz-Haus Schwarzenbruck
- 2025 1000 Jahre Schwarzenbruck / Rathaus Schwarzenbruck
- 2025 Die Neuen 2025 / Künstlerbund Schwabach e. V. / Städtische Galerie Schwabach
- 2024 Wie der Storch im Salat / Königstädter Kunstkilometer / Buschcafe, Rüsselsheim / Umweltbildungszentrum auf dem Kühkopf (Hessen)
- 2022 Kulturnetzwerk bekennt Farbe / Rathaus Schwarzenbruck
- 2016 Künstlerinnen sehen Hildegunde / Alter Güterbahnhof Meerbusch
- 2010 Wintersalon / Galeriehaus Nord e. V. / Nürnberg
- 2008 plener / Dębno bei Gorzów Wielkopolski, Polen
- 2005 totgemalt / Galerie Bernsteinzimmer, Nürnberg
- 2002 Grützke Schüler / Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
- 1999 Frühjahrsausstellung der Münchener Kunstgenossenschaft MKG 1868 / Deutsches Museum München
- 1998 Sonderschau / Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
- 1996 Johannes Grützke und seine Schüler / Galerie Bürgerhaus, Schwabach
- 1995 Studenten der Klasse Colditz stellen aus / Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
Flora & Fleurs
Stephanie Grün & Wolfgang Mages
Stadttheater Fürth
v.l.: Wolfgang Mages (Künstler), Barbara Leicht (Kunsthistorikerin), Stephanie Grün, John Hammond (Galerist)
20.09.-04.11.2026 (ab 15.10.2026)
Das Stadttheater Fürth gibt am 15. Oktober unter dem Motto „Zuversicht zumuten“ seine Bühnen frei für die neue Spielsaison und öffnet damit auch den Vorhang für die farbstarken und blütenreichen Bilder der Ausstellung „Flora & Fleurs“, die Stephanie Grün und Wolfgang Mages, kuratiert von der Art-Agency-Hammond, zeigen.
Beide studierten an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg Malerei, Grün bei Colditz und Grützke, Mages bei Colditz und Angermann.
Während Mages seine floralen Motive abstrahiert, indem er Leuchtkraft, Bewegung und malerischen Prozess verdichtet, inszeniert Grün eine Dramaturgie rund um die römische Blütengöttin Flora, die ihrem jüngeren Ich in frühen Tanzbildern begegnet. Damit wird das Theater selbst zum Teil dieser Ausstellung, denn Grün hat vor genau 30 Jahren eben jene Tanzbilder in einem kleinen Theater in Dortmund als ihr künstlerisches Debüt präsentiert und spannt nun einen Bogen zur Gegenwart – Jugend trifft Reife.
Beim Betreten des Theaterfoyers wird man linker Hand von einer leuchtenden Tänzerin mit erhobenen Händen begrüßt („Zum Licht I“, 2026). Sie ist eine Lichtreflexion der gegenüberliegenden Tanzchorgeographie mit dem Titel „Gelbe Schritte“ aus dem Jahr 1996. Mit diesem Tanzensemble von damals nähert sich Grün der mythologischen Figur der Flora. In den fasti des römischen Dichters Ovid heißt es über sie: „Und während sie sprach, hauchte sie Frühlingsrosen aus ihrem Munde: Chloris war ich, die Flora genannt werde.“
So zieht sich das Blütenmotiv durch Grüns Bilder. Doch auch die dunklere Seite des Mythos klingt an: Chloris wird vom Windgott Zephyr gewaltsam zur Frau genommen.
Zentral hängen zwei frühe Tanzbilder, die am Ende der Studienzeit von Grün entstanden sind. Sie werden in dem Bild „Primavera Primadonna“ gespiegelt. Das Gelb hat über die Jahre nicht an Leuchtkraft verloren.
Im zweiten Stock erweitert Grün die mythologische Welt um einen selbst geschaffenen Mythos: die „Paprika-Regengöttin“.
Mit dem großformatigen Bild „Mädchen, die pfeifen“ nimmt Grün ein altes Sprichwort über Mädchen und Frauen aufs Korn: „Mädchen, die pfeifen und Hühnern, die kräh‘n, soll man beizeiten die Hälse umdreh‘n“. Das Bild gibt Anlass, patriarchalische Strukturen zu hinterfragen. Zumindest pfeifen die Mädchen auf sie.
Perspektivwechsel
Kulturnetzwerk Schwarzenbruck
Das Paradies ist konzentrisch 2026
kusa-hikari 2026
24.07.2026 – 04.09.2026
Kunstausstellung des KULTURNETZWERKES SCHWARZENBRUCK im unteren Foyer des Rathauses Schwarzenbruck.
Finale
29.11.-28.12.2025
Unter dem Motto Kunst kaufen macht glücklich wurde zur Mitgliederausstellung 2025 des Künstlerbund Schwabach dazu eingeladen, Kunst nicht nur zu betrachten, sondern auch zu erwerben.
Ob Gemälde, Skulpturen oder Fotografien – jedes Werk erzählte seine eigene Geschichte und wartete darauf, entdeckt zu werden, denn alle ausgestellten Werke waren für maximal 400 € zu erwerben.
Der Künstlerbund Schwabach zeigte einmal mehr seine künstlerische Vielfalt, die verzauberte.
doppelplusgrün
05.11.2025 – 12.01.2026
Ist Grün eine Farbe oder die Bezeichnung einer Farbe? Oder ein Eigenname?
Im Zeitalter von Fake News und Deep Fake dürfen und müssen vermeintliche Gewissheiten angezweifelt und hinterfragt werden.
In ihrem Gemäldezyklus doppelplusgrün geht die Künstlerin Stephanie Grün solchen Fragen nach.
Aber handelt es sich bei ihren Arbeiten, die sie im Vischers Kulturladen ausstellt, wirklich um Gemälde?
Vischers Kulturladen, Hufelandstraße 4, 90491 Nürnberg
1000 Jahre Schwarzenbruck
Rathaus Schwarzenbruck
11.07.-31.08.2025
Schwarzenbruck feiert sein 1000-jähriges Bestehen, ein besonderes Jubiläum, welches das Kulturnetzwerk Schwarzenbruck mit einer Sonderausstellung im Rathaus würdigen möchte.
Die Ausstellung wurde juriert.
SG bei GS
Gudrun Sjöden concept store Nürnberg
Grün im Schloss
Zeltnerschloss Nürnberg
Verdient jeder Grashalm und jedes Pflänzchen, das im Frühjahr aus der Erde sprießt und im Herbst wieder vergeht, unsere Aufmerksamkeit? Die Malerin und Autorin Stephanie Grün findet, ja und zeigt uns mit ihren großen und kleinen Gemälden, warum.
Grün im Schloss ist eine Ausstellung moderner Versionen von Bildern der fließenden Welt, die den Wert selbst kleinster Momente des Daseins beleuchten. Erfrischend und erhellend.
Grün sieht Grau
Der Bote für Nürnberg Land, 28. Juni 2024
„Grün sieht Grau“ ist für Stephanie Grün eine künstlerische Selbstbefreiung und -ermächtigung, etwas nicht in einer konventionellen Bahn zu betrachten und auf bekannte Art zu behandeln, sondern Zwänge und Konventionen (auch und vor allem selbst erarbeitete) als solche zu erkennen und über Bord zu werfen. Der Betriebsblindheit schlägt sie ein Schnippchen, um eine neue Freiheit in der künstlerischen Arbeit leben zu können und neue Horizonte zu entdecken. Dazu verlässt Stephanie Grün mitunter das vertraute zweidimensionale Format, ragt in den Raum hinein, ja schafft sogar neuen Raum, um darin Kunst und Kreativität wachsen und gedeihen zu lassen.
Debütantenausstellung 2008
Kunsthaus Nürnberg
Im Reich der Kindheit und Träume
… eine uneingeschränkt positive Meldung aus dem Kunsthaus: Die gerade neu eröffnete Ausstellung … ist ausgesprochen sehenswert.
Sie schöpft aus Erinnerungen und Träumen, malt Umgebungen, die sie mag: Die Sebalduskirche, das Germanische Nationalmuseum oder den Neptunbrunnen. Nie sind diese Orte menschenleer, es tauchen die Schemen von Kindern auf, die wie kleine Engel hinter den Skulpturen hervorlugen oder im Brunnen tanzen. Es sind geheimnisvolle Boten des Un- und Unterbewussten.
Birgit Ruf (Nürnberger Nachrichten, 21.10.2008)
Eine vage Vorstellung veranlasst die Nürnberger Malerin Stephanie Grün zu Streifzügen in ihre nähere Umgebung. Von Bleistift, Tusche- und Aquarellpinsel begleitet geht sie ins Museum, in Kirchen, in Krankenhäuser, ins Theater, in den Park. Orte, Menschen und Begebenheiten, die sie emotional bewegen, sammelt sie ein und trägt sie nach Hause, zu Radierungen oder Aquarellen verarbeitet, oder einfach auf losen Skizzenblättern. Im Atelier tauchen diese Arbeiten wieder auf. Mal ist mehr, mal weniger Zeit verstrichen, ehe sie als Arbeitsmaterial für neue Bilder herangezogen werden. Die ursprüngliche Idee der Vorarbeit gilt der Künstlerin dann nur noch wenig. Die Skizzen werden nicht 1 zu 1 auf Leinwand übertragen, sie verändern sich vielmehr durch die neue Situation, transformieren ihren Charakter, beginnen ein Eigenleben, das die Malerin aufmerksam verfolgt. Dabei forscht und arbeitet Stephanie Grün an der Leinwand, bis ein Bild sie findet und von ihr gemalt werden will. Ein Bild, das losgelöst von seinen Anfängen – wie ein Traum, oder wie das Phantasiespiel von Kindern – frei ist von räumlichen und zeitlichen Fixpunkten, vom vordergründigen Wollen der Künstlerin.
Kritik an der
Ode an das Unbewusste
Dass die Malerin und Druckgraphikerin Stephanie Grün ihrer Ausstellung im Kunsthaus Nürnberg eine Installation voran stellt, die sie eigens für diesen Anlass und diesen Ort entwickelt hat, mutet einigermaßen überraschend an. Die Künstlerin spricht dabei nicht von einer Installation, sondern von einer Inszenierung.
Ehe der Besucher die beiden Räume mit Gemälden und Radierungen von Stephanie Grün betritt, sieht er sich nach dem Willen der Künstlerin im Gang mit der Ode an das Unbewusste – eine Art visuelle Ouvertüre – konfrontiert. Stephanie Grün versteht diese Arbeit als programmatisches Werk, das den Betrachter auf die Ausstellung einstimmt und ihm eine Art Schlüssel zum Verständnis des Entstehungsprozesses ihrer Arbeiten an die Hand gibt. Wie der Titel der Installation schon vermuten lässt, ruht der Ursprung dieses Werks im Unbewussten, und Stephanie Grün unterlässt es folgerichtig, die Ode an das Unbewusste bis ins Detail erklären zu wollen. Die kritische Betrachtung obliegt dem Betrachter allein.
Daher dieser sehr subjektive Versuch der Deutung der Ode: Auffallend ist – neben der ausschließlichen Verwendung der Farbe Weiß – der streng symmetrische Aufbau der Installation, die sich dadurch jedem Betrachter gleichermaßen erschließt, ob er nun durch den vorderen oder den hinteren Eingang in die Ausstellung kommt. Zwischen den beiden Türen zu den Räumen mit den Gemälden und Radierungen von Stephanie Grün bildet die Installation ein Zentrum, das wie ein Wegweiser in die Räume führt. Spontan fühle ich mich an ein Gräberfeld erinnert, an einen Haufen von Knochen und Gebeinen, oder an den Wettlauf der Samenzellen, die darum konkurrieren, als erste eine Eizelle zu befruchten. Allzu freies Assoziieren ist allerdings nicht immer fruchtbar, wie sich schnell zeigt. Eine ernsthaftere Betrachtung eröffnet, dass es sich um eine Ansammlung von Flaschen handelt, aus denen ein zusammengerollter, zumeist beschriebener Zettel ragt. Das lässt an eine Flaschenpost denken. Die Flaschen stehen auf Leinwänden, die wie ein Floß eine ganze Batterie mit Flaschenpost transportieren – Träume, Botschaften aus dem Unbewussten, die am Boden, unten, unter Umständen unbemerkt einem Zentrum zustreben.
Im Zentrum drängen einzelne Flaschen mit ihren Botschaften durch die Membran der Leinwand an die Oberfläche. Dabei hinterlassen sie Spuren: zum einen Löcher in der Leinwand, zum anderen in Form von Zetteln mit Botschaften aus dem Unbewussten.
Stephanie Grün zeigt uns den kreativ-künstlerischen Wert dieser Spuren, indem sie sie wie klassische Kunstwerke an den Wänden aufhängt: durchstoßene Leinwände und beschriebene Zettelchen. Spätestens hier zeigt sich, dass es sich um Träume oder Traumfetzen handelt, eine Chiffre für den Rohstoff, aus dem Stephanie Grün ihre Themen entwickelt.
Und entwickelt muss der Stoff werden, denn die durchstoßenen Leinwände sind noch keine Malerei, die Traum-Zettelchen noch keine Literatur. Den fertigen Werken begegnen wir erst, wenn wir Stephanie Grüns Bilder betrachten oder ihren Roman plötzlich tot (Nürnberg, 2007) lesen.
Tatsächlich ist die Installation eine Inszenierung, die einen Blick auf den kreativen Prozess von Stephanie Grün ermöglicht, vielleicht sogar einen Blick auf den kreativen Prozess überhaupt. Die Schlichtheit der verwendeten Materialien sowie die Vorläufigkeit der Ergebnisse machen Mut, sich selbst auf diesen kreativen Austausch mit dem Unbewussten einzulassen, der so leise und unscheinbar beginnen kann, um schließlich doch Niederschlag in reifen Kunstwerken zu finden.
Martin Josef Peter Meier
Sonderschau
Ausstellung der Absolventinnen und Absolventen der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
Nürbanum, Business-Park, Nürnberg
Gelbe Schritte
Theater Fletch Bizzel, Dortmund
Festivalpostille No. 1
12.3.1996
Vom Tanztheatertag (15.3.) an zeigt die junge Nürnberger Künstlerin Stephanie Grün „Gelbe Schritte“, ebenfalls im Fletch Bizzel.
Ihre Bilder zeigen das riskante Spiel mit den eigentlich unvereinbaren Elementen von Tanz und Malerei, von Bewegung und Momentaufnahme. Sie sind wie Phasen eines Bewegungsablaufes, deren erste die folgende schon dynamisch vorwegnimmt.